Pausetaste

Innen und Außen gehen gerade nicht gut zusammen. Insomnia bekommt unter L-Thyroxin mitten im Hochsommer eine neue Farbe (Auch das noch!), obendrein mache ich nun jeden Herzschlag routinemäßig drei Mal. Als ob das alles nicht reichen würde, habe ich immer dann Deadlines, wenn ich lieber an einen See fahren würde. Dann sind auch noch meine geschätzten Kommentatoren sämtlichst abgetaucht …
Hadere mit zu wenig Leben in zuviel Zeit, sowie mit zuviel Leben in zu wenig Zeit.
In short: Ich melde mich wieder, wenn ich wieder schreiben kann. Schaut einfach immer wieder mal nach mir.

Soundtrack dazu:

Sommer in der Stadt

Wie in jedem Sommer, der wirklich einer ist, fließt das Blut schneller, und dichter unter der Haut. Irgendwann schrieb ich ‘mal über eine Sommernacht »Es ist so schön draußen, daß man fremde Menschen streicheln möchte.« Das fühlt sich jetzt wieder so an, und ich nähme auch gerne bekannte Leute – :) – doch verbringe ich die Tage überwiegend am einsamen Schreibtisch. Immerhin mit sehr zugewandten und zärtlichen Katzen. :)

Wie immer in diesen Zeiten geht das Bild, das der Spiegel mir gibt, ganz und gar nicht mit meinem Lebensgefühl zusammen. Meine alte These (Ab 40 altert nur noch der Körper, die Seele nicht mehr.) bestätigt sich auch in diesem Sommer. Jedenfalls für mich. Auch meine Biologie scheint immerhin eine Ahnung davon zu haben: Ich schlafe nicht viel, irritiere meine Tiere nicht wenig mit Frühstücken zwischen sechs und sieben Uhr am Morgen, und wenn ich raus gehe, fühle ich jeden Blick wie eine Berührung.
Sommerempfindlichkeiten. Ich mag sie sehr.

Dieser Sommer ist freundlich zu mir. Ich kann die Speicher füllen, die ich im Winter erfahrungsgemäß bitter nötig haben werde. Gottfried ist richtig gut für mich.

Der Soundtrack dazu reicht von U2 über die (sonst eher nicht so meine) Christina Aguilera bis zu Sting (hier vor allem die Desert Rose) und dieser hier (all time favourite), Metheny sowieso, Ali Farka Touré und viel afrikanische Musik.

Sehne mich nach einem Tanzladen mit echter Musik, in dem man mit mehr als vier Jahrzehnten Leben nicht angestarrt wird wie ein Tier mit zwei Köpfen … Auch das ist Berlin im Sommer, wenn man es wagt älter als 35 zu sein …. Seufz.

Junistand

Meine Motivation scheint temperaturabhängig zu sein wie ich selbst. Bei 14 Grad im Juni kann ich sie erfolglos unter sämtlichen Möbelstücken und ich allen Schränken suchen, und muß sie dann doch durch schlichte Disziplin ersetzen. Was bei solchen Temperaturen aber wunderbar geht: Nach schönem Sonntagsfrühstück den Rest des Tages mit einem Netflix-Serienmarathon verbringen.  […] » Artikel lesen

Telegramm vom Tage

++ 81 Kettenglieder +++ 2 Datenschutzerklärungen +++ 16 Einzelseiten +++ 3 Templates +++ 1 Kartoffelsalat +++ 11 Mails +++ 4 Telefonate +++ 2 Rechnungen +++ 1 mittelgroßer Einkauf +++ 1 Grundreinigung +++ 15 Liter Wasser +++ 0 Poststücke +++ 0 Fernsehminuten +++ 1 Stunde Pause in der Sonne +++ 0 Zeit für die Nähmaschine ++
Ein eher ruhiger Tag,  […] » Artikel lesen

Alive and kickin’

They shut the gates at sunset
After that you can’t get out
You can see the bigger picture
Find out what it’s all about
You’re open to the skyline
You won’t want to go back home
In a garden full of angels
You will never be alone
But oh the road is long
The stones that you are walking on
Have gone
With the moonlight to guide you
Feel the joy of being alive
The day that you stop running
Is the day that you arrive
And the night that you got locked in
Was the time to decide
Stop chasing shadows
Just enjoy the ride […]
[Morcheeba –

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Mäusemelken

Es ist nicht lustig, wenn ein Modul mit einem anderen in Konflikt gerät. Noch weniger lustig ist es, wenn der Konflikt den internen Bereich betrifft. So habe ich heute ein beliebtes Plugin nach Dev/0 geschickt und eine eigene Lösung für einen geschlossenen Bereich gebastelt (der sich wieder auf ein anderes Modul stützt,  […] » Artikel lesen

Es geht sicher anders, aber so geht es auch

Die Penny-Aktionen und die zu erjagenden Stofftiere haben mich nie interessiert. Diesmal war es anders. Mit meiner Liebe zu den Malediven und dem Großphoto an der Wand, das einen Strand daselbst zeigt, wollte ich mir gerne einen Hai als ironische Note an die Decke hängen.  […] » Artikel lesen

Prinzip Schmetterlingsbrett

Fertigvorhänge vom Schweden sind schief. Immer. Man kann daran verzweifeln und sich einen Wolf messen. Oder man segnet die Tatsache, daß er gekettelte Teppich im Wohnraum eine peilgerade Kante hat und bewaffnet sich mit Stecknadeln.
Ich habe an der langen Kante des Teppichs das gewünschte Längenmaß abgetragen und daselbst die Oberkante des Vorhangs festgesteckt.  […] » Artikel lesen

Wie bitte?!?

Was, um alles in der Welt, soll das denn bitte bedeuten?
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-08/zivile-verteidigung-sicherheit-innenministerium-vorraete-katastrophenfall
Habe ich irgendetwas Wesentliches verpasst? Gibt es Grund zu noch mehr Beunruhigung als sowieso schon?
Ich wuchs unter einem nuklearen Bedrohungsszenario auf,  […] » Artikel lesen

Urlaubssatz, Teile 5+6 von 7

Ich gebe es ja zu – meine Art der Urlaubsvorbereitung könnte manisch anmuten. Man kann es aber auch anders sehen: Meine rasende Vorfreude fließt in die Arbeit meiner Hände.
Hier also eine passende Tabaktasche und eine Dollarbag :) Dollars haben ein saublödes Format (pardon my French) und passen nicht in mein normales Portemonnaie.  […] » Artikel lesen

Fleißiges Wochenende

Wenn ich einmal einen Floh im Ohr habe … Ein ziemlich greller Streifenstoff hat mich kürzlich angesprungen. »Passt sicher super zu Schwarz – und das Sofa mußt du ohnehin mal neu beziehen.« dachte ich mir. Jetzt habe ich es auch wirklich raus mit dem verdeckten Reissverschluß mit Umschlag:
Bemerkungen zum (fehlenden) Rapport sind übrigens verboten: Ich hatte nur einen Meter von dem Stoff und konnte mir keinen Verschnitt erlauben.  […] » Artikel lesen

Epic Fail

Es hat schon eine ganz eigene Ironie, wenn man seine Präsenz so wunderbar absichert, daß ein händisch eingespieltes Update einfach vom System nicht begriffen wird. – Ich habe auch nur eine Stunde gebraucht um mich an meine alten Gedankengänge zu erinnern und dann immerhin zu ahnen wo ich Schreibrechte temporär erteilen sollte.  […] » Artikel lesen

Kleine Dinge aus der Woche

Einer der ersten Frühlingstage, die den Namen verdienen. Schlaftrunken – wiewohl gewaschen – trete ich splitternackt auf den Balkon um mir einen Slip vom Wäscheständer zu pflücken. Der Gartenarbeiter (der zwei Meter vor selbigem irgendetwas zurückschneidet) und ich werden einander im selben Moment gewahr.  […] » Artikel lesen

Boolean

‘Soll ich es dir schriftlich geben?’ – Leicht despektierlich, zugegeben. Normalerweise reicht so ein Satz um das Gegenüber begreifen zu lassen: noch deutlicher ist schwierig. Was aber wenn der Sachverhalt, um den es geht, auch oft genug schriftlich erörtert wurde?  […] » Artikel lesen

Neue Rubrik: Die Lesefräse. Heute: ‘Der Circle’ von David Eggers

Ich denke, jeder sollte dieses Buch lesen, denn eines tut es außerordenlich konsequent: Es zeigt in einem atemberaubenden Parforceritt auf, wie ein digitaler Totalitarismus aussehen könnte, vermutlich sogar aussehen würde. Und DAS ist etwas, über das sich möglichst jeder Mensch auf diesem Planeten bewußt sein sollte.  […] » Artikel lesen

Aus der Nähwerkstatt

Mit den selbstgenähten Reisetaschen wurde ich glücklich, mit den Handtaschen nie so richtig. Hatte einfach noch nicht mein SM gefunden, fahndete obendrein nach Stand ohne das sauteure Dekovil … jetzt ist es denn aber geworden: Auf den Außenstoff die sattsam bekannten Putztücher gebracht,  […] » Artikel lesen

Kreuzchen im Kalender

Heute ist mir langweilig. Aber wie! Nicht, daß ich nichts zu tun hätte – habe geputzt, geräumt, Essen zubereit etetcpp. Eigentlich war ich ab 14h ständig in Bewegung – und gelangweilt. Da komme ich aus einem Stall von mehr oder minder kranken Menschen nach Hause zurück und freue mich auf ein Wochenende mit Spaziergängen,  […] » Artikel lesen

Na also, geht doch: Rabentasche II

Sie hat mich Nerven gekostet – wieder ein Konstruktionsfehler im Schnittmuster – aber nun bin ich zufrieden. So wollte ich die Rabentasche eigentlich haben: Weich, aber mit eigenem Stand, ohne Beulen an den falschen Stellen. :) Zur Entspanntheit beigetragen hat sicherlich der unparteiische Beobachter.  […] » Artikel lesen

Wie man einen Sonntag verbrennt

Heute hätte ich gerne jemanden verdroschen – oder wenigstens mit Kübeln von Eiswasser übergossen. Es hat mich Stunden gekostet herauszufinden, warum mein Menü nicht mehr funktionierte. Da alle logischen Mittel versagten, bin ich natürlich wieder in den Overkill gegangen und habe von Scratch neu installiert,  […] » Artikel lesen

Weltenwechsel

Der Liebste und ich haben schwerste Schlagseite. Nachdem in der Rückkehrnacht alles okay schien, hängen wir nun reichlich schief in jeglicher Kurve. Schlaf- und Wachrhythmen sind völlig durcheinander. Auch das limbische System läuft Amok. Das Resultat ist für uns beide völlig neu: die vertraute Umgebung fühlt sich gleichzeitig bekannt und völlig unwirklich an.  […] » Artikel lesen