Mimimimi

Ich mochte den Februar nie. Auch dieser fördert die alte Abneigenung. Nach Monaten einer Stille, die nicht gesund war, kommt nun alles auf einmal und ich überschlage mich nach allen Regeln der Kunst. Auch nicht viel besser.
Das Schimpansenamt will etwas, eine Antragsstelle ist in Sachen Unterlagenforderung nachgerade uferlos (mit arschknappen Fristsetzungen. Nee, is’ klar.), lange schleichende Projekte kommen in Bewegung – wie schon gesagt: alle auf einmal, alle mit Druck. Obendrein fliegt mir die Buchhaltungs-und-mehr-Software um die Ohren. Das geradezuziehen, verbrät Stunden, die ich VERDAMMTNOCHMAL lieber anders verbracht hatte.
Also erstmal nur Stress – bis Gelder fließen wird es mal wieder dauern. Wie ich das hasse.
Und alles, was ich gerade noch möchte, beschränkt sich auf zwei Dinge: Ich will auf den Arm und ich will weg. Am Liebsten gestern und hierher:

Soviel zur aktuellen Sachlage.

Schichtpause. Montag ist Sonntag. Um vier Uhr in der Früh auf dem Wege in einen Montag darf man beschließen einen Sonntag nachzuziehen. Wenigstens alles vom Tisch, das bis heute vom Tisch mußte. Und immerhin hatten wir einen ruhigen und guten “Tatort” zusammen, der Seltsame und ich.

Virtuell vs. real

Leben, wirklich leben, ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die einen mitunter in den Wahnsinn treibt … Der Amerikaner hat nach wie vor nichts Sinnvolles zu sagen, ist aber im Amt. Unsereins wartet sich einen Wolf auf eine Regierung, die den Namen endlich wieder verdient, rauft sich die Haare über Weltgeschichtliches wie Bundesrepublikanisches und fühlt sich furchtbar hilflos … und über Kulturbanausen an der Alice-Salomon-Hochschule reden wir besser gar nicht …

Es ist nicht auszuschließen, daß ein Teil des Problems in der virtuellen Welt liegt, die IMHO niemals virtuell war (sic!), denn vor jedem Monitor sitzt noch immer ein menschliches Geschöpf. Doch wird dies von Vielen weder begriffen noch mit Leben gefüllt. Ein Trauerspiel.

Meine kleine Welt gibt gerade ein hübsches Gegenbild dazu ab: Online gestartete Kontakte werden sehr wirklich und direkt, gegenseitige Unterstützung die Regel, nicht die Ausnahme. Ich führe das mal aus: Auf FB und anderen Netzwerken ist man einer unter Millionen, Kontakte fühlen sich rasch beliebig an, doch das läßt sich ändern. Man muß es nur tun.
Ein paar Geschichten dazu:

  • Ein Kontakt, der mir über das Netz zugespielt wurde, mündet nun in eine vermutlich langfristige Zusammenarbeit. Natürlich haben wir uns nach der Anbahnung live getroffen.
  • Auf einer Verkaufsplattform verschenkt jemand ein Sofa, das ich brauchen kann. Transportproblem (Ich habe gar keine Auto…). Ich erinnere mich an einen Kontakt auf einer anderen Plattform, der Transporte macht – nie persönlich gesehen – das Aushandeln geht seifenglatt, der Partner ist pünktlich und präszise vor Ort, alles läuft perfekt. Obendrein freut man sich auf beiden Seiten über das persönliche Kennenlernen.
  • Plötzlich habe ich ein Sofa zuviel und publiziere das auf diversen Plattformen. Innerhalb weniger Stunden habe ich Interessenten. Wir telefonieren. (Das ist ein Punkt, den ich machen möchte: unmittelbarer Kontakt.) Wir werden uns rasch handelseinig, eine Stunde später steht mir kein Zweitsofa mehr im Wege.
  • In meinem Nachbarschaftsnetzwerk verschenkt jemand Farbe. Ich freue mich – möchte meinen Flur streichen und der angebotene Farbton ist exakt der meine. Als die Farbverschenkerin hört, daß ich mit dem Fahrradanhänger anreiten werde, bietet sie mir spontan an mir die Farbeimer vorbeizubringen … ohne Worte!
    • Der Punkt, den ich hier machen möchte: Unsere Kontakte im Netz sind nicht virtuell. Die sogenannte Virtualität ist ein Konstrukt, das der Realität nicht standhält – wenn man nicht gerade im Darknet unterwegs und mit solider Paranoia gestraft ist. :)

Es geht sicher anders, aber so geht es auch

Die Penny-Aktionen und die zu erjagenden Stofftiere haben mich nie interessiert. Diesmal war es anders. Mit meiner Liebe zu den Malediven und dem Großphoto an der Wand, das einen Strand daselbst zeigt, wollte ich mir gerne einen Hai als ironische Note an die Decke hängen.  […] » Artikel lesen

Prinzip Schmetterlingsbrett

Fertigvorhänge vom Schweden sind schief. Immer. Man kann daran verzweifeln und sich einen Wolf messen. Oder man segnet die Tatsache, daß er gekettelte Teppich im Wohnraum eine peilgerade Kante hat und bewaffnet sich mit Stecknadeln.
Ich habe an der langen Kante des Teppichs das gewünschte Längenmaß abgetragen und daselbst die Oberkante des Vorhangs festgesteckt.  […] » Artikel lesen

Wie bitte?!?

Was, um alles in der Welt, soll das denn bitte bedeuten?
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-08/zivile-verteidigung-sicherheit-innenministerium-vorraete-katastrophenfall
Habe ich irgendetwas Wesentliches verpasst? Gibt es Grund zu noch mehr Beunruhigung als sowieso schon?
Ich wuchs unter einem nuklearen Bedrohungsszenario auf,  […] » Artikel lesen

Urlaubssatz, Teile 5+6 von 7

Ich gebe es ja zu – meine Art der Urlaubsvorbereitung könnte manisch anmuten. Man kann es aber auch anders sehen: Meine rasende Vorfreude fließt in die Arbeit meiner Hände.
Hier also eine passende Tabaktasche und eine Dollarbag :) Dollars haben ein saublödes Format (pardon my French) und passen nicht in mein normales Portemonnaie.  […] » Artikel lesen

Fleißiges Wochenende

Wenn ich einmal einen Floh im Ohr habe … Ein ziemlich greller Streifenstoff hat mich kürzlich angesprungen. »Passt sicher super zu Schwarz – und das Sofa mußt du ohnehin mal neu beziehen.« dachte ich mir. Jetzt habe ich es auch wirklich raus mit dem verdeckten Reissverschluß mit Umschlag:
Bemerkungen zum (fehlenden) Rapport sind übrigens verboten: Ich hatte nur einen Meter von dem Stoff und konnte mir keinen Verschnitt erlauben.  […] » Artikel lesen

Epic Fail

Es hat schon eine ganz eigene Ironie, wenn man seine Präsenz so wunderbar absichert, daß ein händisch eingespieltes Update einfach vom System nicht begriffen wird. – Ich habe auch nur eine Stunde gebraucht um mich an meine alten Gedankengänge zu erinnern und dann immerhin zu ahnen wo ich Schreibrechte temporär erteilen sollte.  […] » Artikel lesen

Kleine Dinge aus der Woche

Einer der ersten Frühlingstage, die den Namen verdienen. Schlaftrunken – wiewohl gewaschen – trete ich splitternackt auf den Balkon um mir einen Slip vom Wäscheständer zu pflücken. Der Gartenarbeiter (der zwei Meter vor selbigem irgendetwas zurückschneidet) und ich werden einander im selben Moment gewahr.  […] » Artikel lesen

Boolean

‘Soll ich es dir schriftlich geben?’ – Leicht despektierlich, zugegeben. Normalerweise reicht so ein Satz um das Gegenüber begreifen zu lassen: noch deutlicher ist schwierig. Was aber wenn der Sachverhalt, um den es geht, auch oft genug schriftlich erörtert wurde?  […] » Artikel lesen

Neue Rubrik: Die Lesefräse. Heute: ‘Der Circle’ von David Eggers

Ich denke, jeder sollte dieses Buch lesen, denn eines tut es außerordenlich konsequent: Es zeigt in einem atemberaubenden Parforceritt auf, wie ein digitaler Totalitarismus aussehen könnte, vermutlich sogar aussehen würde. Und DAS ist etwas, über das sich möglichst jeder Mensch auf diesem Planeten bewußt sein sollte.  […] » Artikel lesen

Aus der Nähwerkstatt

Mit den selbstgenähten Reisetaschen wurde ich glücklich, mit den Handtaschen nie so richtig. Hatte einfach noch nicht mein SM gefunden, fahndete obendrein nach Stand ohne das sauteure Dekovil … jetzt ist es denn aber geworden: Auf den Außenstoff die sattsam bekannten Putztücher gebracht,  […] » Artikel lesen

Kreuzchen im Kalender

Heute ist mir langweilig. Aber wie! Nicht, daß ich nichts zu tun hätte – habe geputzt, geräumt, Essen zubereit etetcpp. Eigentlich war ich ab 14h ständig in Bewegung – und gelangweilt. Da komme ich aus einem Stall von mehr oder minder kranken Menschen nach Hause zurück und freue mich auf ein Wochenende mit Spaziergängen,  […] » Artikel lesen

Na also, geht doch: Rabentasche II

Sie hat mich Nerven gekostet – wieder ein Konstruktionsfehler im Schnittmuster – aber nun bin ich zufrieden. So wollte ich die Rabentasche eigentlich haben: Weich, aber mit eigenem Stand, ohne Beulen an den falschen Stellen. :) Zur Entspanntheit beigetragen hat sicherlich der unparteiische Beobachter.  […] » Artikel lesen

Wie man einen Sonntag verbrennt

Heute hätte ich gerne jemanden verdroschen – oder wenigstens mit Kübeln von Eiswasser übergossen. Es hat mich Stunden gekostet herauszufinden, warum mein Menü nicht mehr funktionierte. Da alle logischen Mittel versagten, bin ich natürlich wieder in den Overkill gegangen und habe von Scratch neu installiert,  […] » Artikel lesen

Weltenwechsel

Der Liebste und ich haben schwerste Schlagseite. Nachdem in der Rückkehrnacht alles okay schien, hängen wir nun reichlich schief in jeglicher Kurve. Schlaf- und Wachrhythmen sind völlig durcheinander. Auch das limbische System läuft Amok. Das Resultat ist für uns beide völlig neu: die vertraute Umgebung fühlt sich gleichzeitig bekannt und völlig unwirklich an.  […] » Artikel lesen

Kalte Schulter

Nach dem Sturm gestern ist der Temperatursturz enorm. Überhaupt ist das eher ein Wetter zum Herumbrasseln. Also tun wir genau das. Lesen, faul herumliegen, schließlich ein wenig dies und das, ein Kurzflug zum Discounter, gemütlich-ungestresstes Aufarbeiten von diversem Kleinkram.  […] » Artikel lesen

Wetterfall

Holla, geht da draußen die Post ab! Um den ganzen Laden winselt und jault der Wind, wie eine Legion verdammter Seelen jammert und pfeift es durch die Engstellen unter Außentüren. Es klingt zum Gotterbarmen. Auch den Katzen ist die ganze Sache höchst unheimlich.  […] » Artikel lesen

Schnellschuss

… damit die Welt eine Idee hat, daß es mich noch gibt.
Freitag bis Sonntag war es unsäglich heiß, die Devise war unbedingt: Fenstertüren geschlossen halten und sich möglichst wenig bewegen. Die Fellwesen baten trotzdem darum auf den Außenbereich gelassen zu werden –  […] » Artikel lesen

Now

Days of May in water-green. Splendid isolation, by no means incommunicado but splendid because of chosen isolation. Feline talks, meals in bright sun, concentrated work, household chores, kitchen contemplation, nightly raids bringing fragrant peonies in gaudy pink,  […] » Artikel lesen

Eine Katzendame räumt auf

Heute hatte ich Vieles vor, und so ist mir die Reinigung der Katzentoiletten irgendwie durchgerutscht. Kleine Sünden bestrafen die Götter bekanntlich … wie sagt man auf Neudeutsch – zeitnahe. So haben der Liebste und ich die Zeit zwischen beinahe Mitternacht und ein Uhr in der Früh nicht so lustig verbracht: Ersatzbett aus der anderen Wohnung holen,  […] » Artikel lesen

Dieser Tag

… hatte ein mehr als strammes Programm:

  • Ausstehende Einkäufe erledigen (in vier verschiedenen Läden, nicht eben in einer Richtung liegend).
  • Haushalt schmeißen (durchsaugen, saubermachen, Müllentsorgung, Katzenkloreinigung).
  • Eine Übersetzung vollenden.
  • Die Korrektursitzung online mit dem Kollegen abfeiern (anderthalb Stunden).

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Vergesellschaftung I

Der geplante Lebenspartner für Shari ist ein kastrierter Kater, halb so alt wie sie, genau so schwer, und in einer Gemeinschaft von dreien sozialisiert – plus zwei Erwachsene und ein Toddler-Zweibeiner. Bei gegenseitiger Sympathie – nicht auf Seiten der Zweibeiner,  […] » Artikel lesen