Maldives: Vom Schnorcheln

Am Anfang klappt gar nichts. Die Brille beschlägt, der Schnorchel läuft voll Wasser, ich versuche immer wieder die Nasenatmung – und lachen unter Wasser geht schon mal gar nicht. :)

Nach ein paar Tagen habe ich mich angepasst, und eigentlich wäre alles gut – nur: das ist der Tag, an dem die Ausblasventile meines brandneuen Teuerschnorchels den Geist aufgeben. Das herauszufinden ist nicht ganz ohne. Ich denke zunächst an mangelnde Übung und eigene Doofheit. Der Mann offenbar auch. Wir tauschen auf sein Betreiben die Schnorchel. Danach ist klar: Doofheit und Mangeltraining haben nichts damit zu tun – der Schnorchel ist im Eimer. Bis wir das sicher wissen, hat aber jeder von uns einen Viertelliter indischen Ozean intus. :)
So leihe ich mir bei der inseleigenen Tauchbasis einen Schnorchel. Flossen holen wir uns auch – eigene hatten wir nicht im Gepäck. Hier erweist es sich als Segen, daß ich eher schmale Füße habe: Die Standardflossen passen mir nicht, und so komme ich an ein geniales Paar Flossen mit Füßlingen und langen Blättern – Im Gegensatz zum Manne: Dessen Flossen haben Fersenriemen und eher kurze Blätter. Hurra! Mit denen hechle ich dem Manne nicht mehr hinterher. Zwei Flossenschläge, und weg bin ich. Er pestet sich ein wenig, denn obwohl an Kräften mir überlegen, kommt nun ER nicht mehr hinterher.

Ein Hausriff hat diese Insel nicht mehr – die Korallenbleiche hat furchtbar zugeschlagen. In diesem Fall kann man sich bei der indischen Textilindustrie bedanken (Ja, mittelbar auch beim europäischen Verbraucher, aber das ist so oder so ein anderes Thema). Allerdings sieht man durchaus Anzeichen für eine Erholung von Flora und Fauna. Auf dem Schutt der Altstellen gibt es inzwischen wieder neue und sehr lebendige Korallenstöcke. Noch sind es wenige, aber es wird …
Um die gesetzen Wellerbrecher herum hat sich dafür bereits eine neue Riffgemeinschaft gebildet. Sichtbar im Werden, aber doch schon der Bär los: Man kann lässig noch stehen, aber kaum hat man den Kopf unter Wasser, gibt es viel zu sehen. Davon werde ich noch genauer berichten.

Hübsch ist irgenwie anders ...

Weil aber gerade vom Schnorcheln die Rede ist, möchte ich erstmal zeigen, daß einfach kein menschliches Wesen mit Tauchermaske und Schnorchel (oder gar Lungenautomat) noch besonders gut aussieht. :) Selbst meine Mutter hätte Schwierigkeiten mich zu erkennen. Übrigens: Die Anschaffung einer Maske mit korrigierten Gläsern war die beste Idee seit langem. Unter Wasser scharf zu sehen ist einfach ein Hit!