Butter bei die Fische

Nun ist also meterologisch betrachtet der Sommer vorbei. Tja. Ich habe mal nachgehalten: Vom 1. Juni bis zum 31. August (92 Tage), gab es hier im Nordosten Berlins genau zehn Tage an denen die erreichte Maximaltemperatur bei 26 Grad oder höher lag. Dafür gab es sage und schreibe 23 Regentage (eher mehr als weniger), von Nieselregen bis zu sintflutartigem Starkregen, auch die Zahl an Gewittern war höher als sonst. Über die Tage mit Temperaturen zwischen 13 und 19 Grad darf ich gar nicht nachdenken …
Einen See beschwommen habe ich in dieser Zeit genau einmal – und nicht schlecht geschnattert, weil die Wassertemperatur für ‘Hochsommer’ erbärmlich war.
Zwar habe ich nicht akribisch jeden Tag Temperatur und Niederschlag notiert, aber es reicht allemal um zu sagen: Das Empfinden eines für Berlin nicht stattgefunden habenden Sommers ist nicht subjektiv. Wir hatten keinen. Messbar.
Anekdote am Rande: Erstmalig habe ich in einem August die Heizung angeworfen – und die sprang auch an! – weil die Raumtemperatur auf unter 18 Grad abgesoffen war.

Bleibt nur zu hoffen, daß wir wenigstens einen goldenen Herbst bekommen und zur ausgleichenden Gerechtigkeit einen milden Winter und einen frühen Frühling 2018.

7 Kommentare

  1. 10 Tage über 26°!? Davon können wir hier nur träumen, ich habe es nicht genau nachgehalten, aber ich bin nicht sicher, ob es zwei oder sogar vier waren.
    Im August haben wir zweimal den Grundofen durchgeheizt, aber jetzt ist es endlich schön hier, schon mehrere Tage lang bloß höchstens ein Regenguß pro Tag und Sonne-Wolken-Mix bei nachmittags sogar 20° – besser eht nicht, 2017 im Norden…
    mit anderen Worten: hier auch nix mit Sommer, und zwar auf noch niedrigerem Niveau als bei Euch, scheint mir.
    In der Schlei oder Ostsee waren wir garnicht dies’ Jahr, sind aber auch was das angeht eher Weicheier, das gebe ich offen zu. Schwimmen nur, wenns eine nette Abkühlung gegenüber den Außentemperaturen ist, und das gabs in diesem Jahr halt nicht her.
    Schietwedder!!!!

  2. Ich traue mich ja kaum zu erzählen, dass ein Zweig der Cocktailtomate auf dem Balkon ins Zimmer gewachsen ist, weil hier tagelang rund um die Uhr die Balkontür offen stand. Zwischen dem 1. Juni und dem 31. August gab es nur 14 Tage, an denen tagsüber die Temperatur unter 22° lag. An sechs dieser 14 Tage herrschten immerhin noch 20° C. Wenn es mal kühler wurde, lag das meistens an den Gewittern, die es dieses Jahr häufiger gab – mitunter waren es auch heftige Unwetter. Eins davon hat leider die Mauersegler vorzeitig vertrieben.

    1. Die offene Balkontür ging hier überwiegend auch, aber nur, weil ich eine Loggia habe. :)
      Bei meiner Zählung hielt ich mich an die meterologische Definition des Sommertages: 26 Grad oder mehr. Auch hier hatten wir einige 20-23-Grad-Tage, aber viele davon inklusive Wasser von oben. Die Mauersegler und einige andere Arten verschwanden eher als ich das kannte – dafür habe ich noch nie so viele Mücken in einen anderen Seinszustand befördern müssen, wie in diesem Jahr …

      1. In dem Zeitraum gab es hier 40 Sommertage mit mindestens 26° – gepriesen sei das Rhein-Main-Gebiet. :-)

        Allmählich muss man sich nun wieder daran gewöhnen, morgens eine Jacke anzuziehen, wenn man aus dem Haus geht.

  3. auch hier – “kurz vor sibirien” – fand ein zwar durchaus wechselhafter, aber sehr vorhandener sommer statt. und dank des vielen und ergiebigen regens war mein garten noch nie so schön. wir hatten halt nur kein azorenhoch, das dann für 6 wochen sommmersonnetrockenheit gesorgt hätte.

    aber wenn ich sehe, wie meine katzen winterfell schieben, wie die fressen, dass es in den alpen jetzt schon schneit (auf dem stilfser joch heute 30 (!!) cm) und wenn ich auf mein bauchgefühl höre, dann … tja, dann glaube ich eher nicht, dass der winter kurz und mild wird. meine einschätzung ist eher, dass es – hier zumindest – mehrere sehr, sehr kalte und/oder schneereiche episoden geben wird.

Kommentare sind für diesen Eintrag geschlossen.