Nächtliche Hexenküche: Deo

Man nehme:

  • knapp 100ml Aqua dest. oder auch einfach Wasser (Haltbarkeitsfrage)
  • anderthalb Teelöffel Speisestärke
  • einen Teelöffel Natron
  • 3 – 10 Tropfen Spiritus/Vodka/klaren Schnaps – was gerade verfügbar ist (auch hier: erhöht die Haltbarkeit und auch die Wirkung, aber die Haut muß es vertragen.)
  • 5 -10 Tropfen ätherisches Öl nach Wahl (für den Duft)

Ausserdem einen leeren Deoroller, vorzugsweise aus Glas. (Falls nur Kunststoffroller verfügbar, bitte die Mischung nach Fertigstellung hinreichend abkühlen lassen.)
Zunächst die Rollkugel aus dem Deoroller befreien, vorsichtig und beschädigungsfrei. Das geht am Besten mit einem kleinen Küchenmesser. Dann den Roller gut reinigen.

Das Aquadest auf den Herd bringen, erwärmen, und mit dem Schneebesen die Speisestärke einrühren. Unter Rühren aufkochen bis eine sirupartige Konsistenz erreicht ist. Topf vom Herd nehmen. Während die Mischung abkühlt, das Natron einrühren bis es vollständig aufgelöst ist. Nun den Alkohol und das Duftöl einrühren. Alles in den Deoroller füllen, die Kugel wieder in selbigen drücken – und fertig ist ein selbstgemachtes Deo aus Pfennigartikeln. Die Wirkung ist gut. Mit etwas mehr Natron wird sie noch besser, doch kann das empfindliche Haut auch reizen.

Die Industrie macht bei der Deoherstellung im Grunde nichts anderes, allerdings finden sich dort auch mehr oder weniger dubiose Konservierungsstoffe und oft Aluminiumsalze.
Ich mache meines aus drei Gründen selbst: Meine Haut reagierte inzwischen auf jedes ausprobierte Deo mehr oder weniger gereizt, beim Eigenbau ist das nicht so. Ich kann über den Duft selbst bestimmen, und das Wichtigste: Ich weiß ganz genau, was da drin ist. Der Aufwand beläuft sich auf nur 10 Minuten. Für mich lohnt sich das immer wieder.