Kamée

Nach einem heißen Tag fällt eine tropische Nacht über Straßen und Plätze. Auf dem Heimweg, den Kopf voller Eindrücke, die Muskeln ziehend von ungewohnter Bewegung, wehen Gitarrenklänge über den Alex. Der Granitsims des Schaufensters, auf den ich mich setze, ist noch warm von der Sonne.
Ein Musiker macht mir ein Kompliment, in dem rote Kleider vorkommen. Jemand reicht mir eine Bierflasche, nicht ohne vorher mit dem Hemdsärmel über die Öffnung gestrichen zu haben.
»That’s not the shape of my heart« – glasklare Klänge, perfektes Timing, warme Männerstimme. Ein aus der Zeit gefallenener Moment.
Die kleine, bildhübsche Italienerin in der Bahn schenkt mir eine gepresste Pflanze, die wunderbar duftet. Warum mir? Ich habe gar keine Ahnung.
Fast schon zu Hause, finde ich auf dem Pfad ein gleißend neues 1-Cent-Stück.

Magie.

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