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Nachtaktiv

03. Sep 2017
Nachzügler
Wetter
Kühl und wechselhaft mit Schauern Mäßig 11-19 °C

Nachzügler

Alles versammelt

Habe dann doch noch ein Etui für die diversen Reiseunterlagen von Pass bis Bording Card genäht. Das zu wenden war mit der festen Einlage eine reichliche Pest, aber ich freue mich, daß ich jetzt nicht mehr das Gefühl haben werde, ich brauchte für den ganzen Kram vier Hände, wenn ich reise.

Format inklusive Nahtzugabe 24×26 cm. 4 Fächer. Verschluß mit KamSnap.

28. Aug 2017
Der übliche Wahnsinn
Wetter
Schwülgrau again Eher nicht 16-23 °C

Der übliche Wahnsinn

Seit ich nähe, kultiviere ich eine spezielle Meise: Jede große Fernreise führt zu einem neuen Gepäcksatz. Meinen Koffer betrifft das nicht – Hartschale mit Rollen bleibt das Mittel der Wahl – aber das Sonstige: Die Universaltasche für den Flieger, die kleine gepolsterte Kameratasche, die mich bei der Photosafari am Strand nicht nervt, die geliebte Reversible Sling Bag für alle sonstigen Lebenslagen. Von den Wassertönen komme ich da wohl im Leben nicht mehr weg – die Malediven und die Farben des Ozeans bleiben prägend, in der Regel in der Kombination mit einem neutralen Ton.
Vielleicht erinnert ihr euch noch an den letzten Satz…

Diesmal geisterte mir das deep blue im Kopf herum, die Blauschattierung kurz vor Nachtschwarz, die ich so fürchten gelernt habe und doch so schön finde.
Et voilà.


1) Das ist im Prinzip die Bucket Bag, allerdings mit einer eigens entworfenen Klappe und dem Tunnelzug nur im Vorderteil, sowie der selbstentworfenen Vortasche mit Volumenfalte, zu schließen per KamSnap. Und natürlich gibt es innen eine Reissverschlußtasche.
2) Die Reversible Sling Bag. Besonderheit: Verschlussklappe mit Knopf.
3) Kleine Kameratasche mit Magnetverschluß, eigener Entwurf. Die seitlichen Schlingen sind für den Karabinergurt, der primär an 1) gehört, aber eben nach Gusto auch an die Kameratasche gehängt werden kann. Für die Polsterung ging er dahin – mein letzter guter Spülschwamm :)
4) Ein sehr kleines Täschchen für die Ohringe und den wenigen Schmuck, den ich auch im Urlaub nicht missen mag, nach dem sattsam bekannten Trick von Nalev.

Eine Kulturtasche und den durchsichtigen Kulturbeutel für den Flieger baue ich diesmal nicht neu – man kann es auch übertreiben.

21. Aug 2017
Bauhausdesign?
Wetter
Viel zu kalt für August Wechselhaft 15-19 °C

Bauhausdesign?

Ich bin mir da nicht sicher, aber angelehnt an den Bauhausklassiker ist das Design des Fundstuhls sicher. Der Stuhl war in einem nicht sehr guten Zustand: Abplatzungen im Lack, die getackerte Bespannung verblichen und ausgerissen. Ich schlich um ihn herum, weil mir das Design gefiel, doch scheute ich den Aufwand – dann aber doch nicht mehr.
Die Polster ließen sich leicht abbauen und ich nähte erstmal: Der Clou ist für mich, daß die beiden Polster nur wenige Klammern haben. Ich habe die Bezüge auf Maß genäht und jeweils nur an einer Kante den Tacker benutzt, sparsam. So bleibt die Möglichkeit des Waschens, ohne sich einen Knoten ins Knie machen zu müssen. Den Stuhl habe ich mit feiner Körnung angeschliffen und anschließend neu lackiert, 2x, mit einem Mattlack, der gleichzeitig Grundierung und Lackierung ist.

vorher, kopfunter nachher

Natürlich habe ich das Rosenmuster aufgegriffen, das ich auch sonst auf dem Balkon besetzt habe.

Wie findet ihr den?

03. Aug 2017
Nächtliche Hexenküche: Deo
Wetter
Sommerwarm, Gewitter mit Schlagregen, alles dabei heute In Gewitternähe heftig 20-26 °C

Nächtliche Hexenküche: Deo

Man nehme:

  • knapp 100ml Aqua dest. oder auch einfach Wasser (Haltbarkeitsfrage)
  • anderthalb Teelöffel Speisestärke
  • einen Teelöffel Natron
  • 3 – 10 Tropfen Spiritus/Vodka/klaren Schnaps – was gerade verfügbar ist (auch hier: erhöht die Haltbarkeit und auch die Wirkung, aber die Haut muß es vertragen.)
  • 5 -10 Tropfen ätherisches Öl nach Wahl (für den Duft)

Ausserdem einen leeren Deoroller, vorzugsweise aus Glas. (Falls nur Kunststoffroller verfügbar, bitte die Mischung nach Fertigstellung hinreichend abkühlen lassen.)
Zunächst die Rollkugel aus dem Deoroller befreien, vorsichtig und beschädigungsfrei. Das geht am Besten mit einem kleinen Küchenmesser. Dann den Roller gut reinigen.

Das Aquadest auf den Herd bringen, erwärmen, und mit dem Schneebesen die Speisestärke einrühren. Unter Rühren aufkochen bis eine sirupartige Konsistenz erreicht ist. Topf vom Herd nehmen. Während die Mischung abkühlt, das Natron einrühren bis es vollständig aufgelöst ist. Nun den Alkohol und das Duftöl einrühren. Alles in den Deoroller füllen, die Kugel wieder in selbigen drücken – und fertig ist ein selbstgemachtes Deo aus Pfennigartikeln. Die Wirkung ist gut. Mit etwas mehr Natron wird sie noch besser, doch kann das empfindliche Haut auch reizen.

Die Industrie macht bei der Deoherstellung im Grunde nichts anderes, allerdings finden sich dort auch mehr oder weniger dubiose Konservierungsstoffe und oft Aluminiumsalze.
Ich mache meines aus drei Gründen selbst: Meine Haut reagierte inzwischen auf jedes ausprobierte Deo mehr oder weniger gereizt, beim Eigenbau ist das nicht so. Ich kann über den Duft selbst bestimmen, und das Wichtigste: Ich weiß ganz genau, was da drin ist. Der Aufwand beläuft sich auf nur 10 Minuten. Für mich lohnt sich das immer wieder.

01. Aug 2017
Chinesischer Würgeengel
Wetter
Endlich Sommerhitze, so wie ich sie verstehe. Minimal Bis 31 °C

Chinesischer Würgeengel

Seit Jahren kaufe ich Kleidung nur noch Second Hand, aus Überzeugung. Kürzlich war es ein niedliches Pünktchenkleid in Wassergrün (übrigens mit 13 Euro einer der teureren Käufe. Grins.) Was ich übersehen hatte: Chinaware. Die Qualität ist in der Regel okay, auch in der Verarbeitung, aber die Schnitte sind selbst für zierliche Mitteleuropäerinnen nur bedingt geeignet. So auch hier. Der vordere Halsausschnitt lag nicht auf. Vielmehr zog meine – nicht große – Oberweite die Schultern nach vorn und die Ausschnittkante lag noch oberhalb der Schlüsselbeinköpfchen.
Seufz. Der Würger von Wolfenbüttel :) Wo ich doch so ein genialer Bogenzeichner und Belegnäher bin …
Belege abgetrennt, Schultern aufgemacht und an meine Winkelmaße angeglichen, Ausschnitt erweitert, Belege zugeschnitten und bevliest, und dann den ganzen Blödsinn wieder zusammengebaut. Lustig sind nun die vorderen Belege, denn die abgetrennten sind bei einer Ausschnitterweiterung naturgemäß zu klein – aber Punkte, immerhin.

Es war eine erhebliche Fummelei, und ich freue mich, daß sie gelungen ist.
Also wieder mal: Hinten Lyzeum, vorne Museum. Aber es steht mir, was soll man da machen. :)